Marrakesch

Marrakesch ist der Name einer meiner Mützen. Das Muster ist ein Entwurf von mir. Inspiriert wurde ich, unschwer zu erraten, von den Fliesen in Marokko. Ich bin einige Tage lang gesessen und habe gezeichnet. Die Schwierigkeit bestand hauptsächlich darin, das Muster an die bestimmte Anzahl von Maschen anzupassen. Nicht unbedingt bei der Mütze aber bei den Socken.

Ich hab’s geschafft. Die Socken haben sogar schon eine neue Besitzerin.

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Socken

Blogbild Socken

„Wollsocken? Ist es da jetzt nicht noch ein bisschen warm dafür?“ wirst du dich vielleicht fragen. Aber erstens brauchst du Zeit für’s Stricken und zweitens sind Wollsocken auch an kühlen Sommerabenden sehr angenehm zu tragen. Ich trage sie dann lieber als Baumwollsocken, weil sie atmungsaktiver sind.

Aus meiner Kindheit konnte ich mich nur an diese dicken, kratzigen Socken erinnern, die ich immer in den Bergschuhen an hatte. Daher hätte ich mir nie gedacht, dass ich einmal selbst Socken stricken würde. Aber vor einigen Jahren fiel mir ein Sockenwolle-Wollknäuel in die Hände. Es war soooo schön bunt und fühlte sich eigentlich recht weich an.

Nach meinem ersten Paar „Selbstgestrickter“ war ich begeistert und strickte weiter. Zunächst mit buntgemischten Knäueln. Dann begann ich mit Mustern. Nach alten Vorlagen aus dem Baltikum,

mit Kombinationen

und eigenen Entwürfen. In jedem Entwurf stecken viele Arbeitsstunden. Ich zeichne. Gefällt mir das Muster noch nicht, beginne ich erneut zu zeichnen. Und zu rechnen. Schließlich muss es auch zu der Maschenanzahl der jeweiligen Socken passen.

Drei Mal gestrickt

Maschen gross

Wenn das Schönwetter mal Pause macht, kann man ja wieder zu den Stricknadeln greifen. (Obwohl ich als Hardcorestrickerin bin auch schon bei 38° im Bad gesessen und habe Wollmützen gestrickt.)

Bei meinem Sommerpullover ging’s jetzt nur mehr um’s Zusammennähen. Gestrickt habe ich schon früher und das drei Mal!

Der ursprüngliche Entwurf dieses Pullovers war, den oberen Teil glatt zu stricken. Der Unterteil sollte in einem Lochmuster sein, gestrickt in Form von zwei Dreiecken. Vorne überlappend um einen Wickeleffekt zu erzielen. Das erste Dreieck war zu kurz, daher änderte ich die Abnahmen und strickte es noch einmal.

Nachdem ich das fertige Dreieck an mir probierte, kam ich auf die Idee, es längs zu verwenden. Da war aber ein Zipfel zu viel. Ich benötigte jetzt eher die Form einer Raute. Außerdem fiel mir nun auf, dass ich das Muster nicht genau gestrickt hatte. Durch die Abnahmen hatte ich es immer um eine Masche verschoben.

Ich begann also wieder zu messen, zu rechnen und zu stricken. Das dritte Mal. Berechnung und Form stimmten, ich benötigte diesen Teil jedoch noch drei Mal. Beim letzten Teil fehlte mir dann gerade noch ein Knäuel Wolle. Zum Glück bekam ich den noch. Im Sommerschlussverkauf sogar günstiger. Jetzt ist er endlich fertig und beim kühleren Wetter kann ich ihn gleich anziehen.

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Mh, ist wohl eher ein Kleid geworden.